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Informationen der Arbeitsagentur zum Kurzarbeitergeld

Informationen der Arbeitsagentur zum Kurzarbeitergeld

Infomaterial der Bundesagentur für Arbeit (Links und Downloads):

 

Die beschlossenen gesetzlichen Neuerungen sollen uns in dieser Woche schriftlich vorliegen. Die erleichterten Anspruchsvoraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind ab 01.04.2020, rückwirkend zum 01.03.2020, wie folgt:

  • Der Anteil der Beschäftigten, die im Betrieb von einem Arbeitsausfall betroffen sein müssen, soll auf bis zu 10% gesenkt werden. Bisher musste mindestens ein Drittel der Beschäftigten von einem Entgeltausfall über 10% betroffen sein.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeld soll vollständig oder teilweise verzichtet werden können. Bisher galt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und negative Arbeitszeitkonten aufgebaut werden mussten.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge sollen den Arbeitgebern bis zu 100% erstattet werden. Bisher mussten die Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit alleine tragen.
  • eiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sollen Kurzarbeitergeld beziehen können. Diese konnten bislang kein Kurzarbeitergeld beziehen.

 

Die zusätzlichen bisherigen Regelungen bestehen weiterhin, daraus ein Auszug:

  • Für die Ausfallzeit erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pauschaliert ca. 60 % (67 % mit Kind) der ausgefallenen Nettoentgeltdifferenz (siehe Merkblatt Kurzarbeitergeld - Ziffer 3).
  • Für geleistete Arbeitszeit wird vom Arbeitgeber volles Entgelt bezahlt.
  • Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können je nach Verdienst aufstockende Leistung nach dem Sozialgesetzbuch II über das Jobcenter beantragen.
  • Kurzarbeitergeld kann auch für einen Arbeitsausfall von 100 % gezahlt werden.
  • Geringfügig Beschäftigte (450€ Grenze) können auch zukünftig kein Kurzarbeitergeld beziehen.