Studierende und AbsolventInnen

Jetzt haben die Mitglieder das Wort

Tarifeinigung beim TV Stud

Jetzt haben die Mitglieder das Wort

Die Tarifkommission der studentischen Beschäftigten hat heute einer Tarifeinigung für einen neuen Tarifvertrag Studentische Beschäftigte (TV Stud) nach langer Beratung zugestimmt. Damit ist der längste Hochschulstreik in Deutschland ausgesetzt. In der kommenden Woche werden die Mitglieder von ver.di und GEW befragt, ob sie der Empfehlung der Tarifkommission für eine Annahme des Einigungspapiers folgen. 

Die Einigung sieht im Wesentlichen folgende Erhöhungen der Stundenlöhne von derzeit 10,98 Euro vor:

  • ab 1. Juli 2018 auf 12,30 Euro,
  • ab 1. Juli 2019 auf 12,50 Euro,
  • ab 1. Januar 2021 auf 12,68 Euro und
  • ab 1. Januar 2022 auf 12,96 Euro.

Zudem werden ab Juli 2023 die Löhne der Studentischen Beschäftigten im selben Maße wie die der anderen Hochschulbeschäftigten erhöht, die nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt werden. Die Hochschulen erhalten ein Widerspruchsrecht für den Fall, dass sie die TV-L-Erhöhung durch die Hochschulverträge nicht finanzieren können.

Andere wichtige Elemente der Einigung sind eine Erweiterung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall von 6 auf 10 Wochen und die Erhöhung des Urlaubsanspruchs von 25 auf 30 Arbeitstage im Jahr ab 2019.

Am Montag, 2.7., werden an zahlreichen Hochschulen Informationsveranstaltungen zur Tarifeinigung stattfinden. Von Dienstag, 3.7. bis Donnerstag 5.7. findet dann eine Mitgliederbefragung statt. Informationen zu den Veranstaltungen und Abstimmungsorten werden so bald wie möglich auf https://tvstud.berlin bekannt gemacht. Weitere schriftliche Informationen zum Abschluss folgen in den nächsten Tagen.

Das jetzt vorliegende Einigungspapier ist das Ergebnis jahrelanger Bemühungen von hunderten Aktiven in der TVStud-Kampagne, des Einsatzes der Tarifkommission in 9 zähen Verhandlungsrunden und natürlich der Streikbewegung, die den Protest in bisher 39 Streiktagen an den Hochschulen und in der Stadt unübersehbar gemacht hat. Bei ihnen bedanken wir uns schon einmal bis hierhin ganz herzlich.

Jetzt haben die Mitglieder das Wort. Erst ihr Votum wird entscheiden, ob aus dem Verhandlungsergebnis ein Tarifabschluss wird.