Das „Netzwerk Gute Arbeit für Betriebs- und Personalräte in der außerhochschulischen Forschung und der Bildungsbranche“ gibt es seit 2010. Bis zu 30 Kolleg_innen aus ca. 20 Gremien - von insgesamt 50 Netzwerkteilnehmer_innen aus ca. 30 Gremien - nehmen an einer einzelnen Veranstaltung teil.

Die Freistellung begründet sich nach § 37 Abs. 7 BetrVG und § 42 Abs. 4 PersVG Berlin; der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, bei Vorlage der Anerkennung unter Fortzahlung des Arbeitsentgeltes freizustellen. Teilnahme- bzw. Lehrgangsgebühren werden nicht erhoben. Unter den Teilnehmer_innen finden sich auch Nicht-Mitglieder. Oft ist es für (neue) Betriebsräte der erste Kontakt zur Gewerkschaft und eine gute Gelegenheit sich kennen zu lernen. Im Vordergrund steht aber keinesfalls die Mitgliederwerbung, vielmehr bieten die Zusammenkünfte die Chance für beide Seiten regelmäßig im Kontakt zu bleiben und für die einen die Entwicklung in der Branche und den einzelnen Betrieben und für die anderen die Entwicklungen und Angebote der Gewerkschaft zu verfolgen. Meist wird dann später eine Mitgliedschaft begründet. Im Vordergrund steht neben der eigenen politischen Bildung mittels der Seminarinhalte, der Austausch und die Vernetzung der Interessenvertretungen selbst. Denn: Das Rad muss nicht noch öfter neu erfunden werden. Und Erfahrene Interessenvertretungen unterstützen die Unerfahreneren. Durch den Erfahrungsaustausch werden auch Unterschiede zwischen den Einrichtungen deutlich. Hierdurch erkennen die Interessenvertreter_innen, dass es auch bei Ihnen nicht so bleiben muss, wie es ist. Handlungsräume werden sichtbar. 

Das Besondere ist dabei, dass die Themen in der Veranstaltung aus der laufenden Diskussion gemeinsam entwickelt werden, darunter:

  • Index Gute Arbeit
  • Befristung – ohne Ende!?
  • Gute Personalentwicklung – Statt Ausschluss und Selektion
  • Strategie und Taktik der Interessenvertretung
  • (Selbst-)Ökonomisierung des Arbeitsprozesses
  • Partizipative BR/PR-Kommunikation mit der Belegschaft
  • Web 2.0 im Betrieb 
  • Konfliktmanagement im Betrieb – Rolle und Möglichkeiten für die betriebliche Interessenvertretung
  • „Kollegiale Beratung“ für Betriebsräte und Personalräte - ein Methodentraining 

Wenn das Thema „steht“ wird geschaut, ob es aus den eigenen Reihen gestemmt werden kann oder wir externe Referent_innen einladen wollen; ein Themen-Vorbereitungsgruppe übernimmt hiernach den inhaltlichen und organisatorischen Teil. Der Ablauf der Tagung ist immer sehr ähnlich: zu Beginn steht der Erfahrungsaustausch in Arbeitsgruppen oder im Plenum, danach folgt der inhaltliche Input, nach dem Mittagessen schauen wir, wie wir die Ideen in die Praxis umsetzen können. 

Die Teilnehmer_innen verabreden sich neben den großen Netzwerktreffen zum regelmäßigen „Kollegialen Beratungstreffen“ via https://terminplaner2.dfn.de/foodle/Kollegiales-Beratungstreffen-FB-BiWiFo-ver-di-BB-54cb9 . Hier wird mit der Methode der „Kollegialen Fallberatung“ gegenseitige Alltagshilfe zwischen den Interessenvertretungen selbst praktiziert. Das Treffen steht allen Netzwerkteilnehmenden offen. Es findet immer im ver.di Haus statt. Es wird nicht extra eingeladen. Wer teilnehmen will, sollte sich aber vorher hier eintragen/ankündigen. Denn sollten sich weniger als sechs Kolleg_innen angemeldet haben, wird an die Angemeldeten ca. eine Woche vorher eine Absage verschickt. Bitte hierzu auch die eigene Emailadresse bei der TerminAbfrage eintragen. Es gibt selbstverständlich Getränke. Die Kosten übernimmt ver.di. Die einzelnen Treffen werden reihum von geübten Betriebs-/Personalräten selbst geleitet. 

Geplant ist eine eigene Gruppe im ver.di Mitgliedernetz… 

Interessierte wenden sich gerne an andre.pollmann@verdi.de

Einige Betriebsräte und Personalräte die bislang teilgenommen haben: Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Zuse Institute Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, FOKUS und HHI Fraunhofer, MPI Molekulare Pflanzenphysiologie, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Museum für Naturkunde Leibniz- Institut, Hertie School of Governance, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Heinrich-Böll-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Rosa-Luxemburg Stiftung, Annedore-Leber-Berufsbildungswerk, VHS Bildungswerk, Deutsche Angestellten Akademie, Schildkröte, bildungsmarkt waldenser, HZBB, Ausbildungszentrum OTA, Berufsförderungswerk Berlin-Brandenburg e. V., Leibniz Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, FORUM Berufsbildung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Intenationaler Bund e.V. als auch GmbH, bbw Berufsvorbereitungs- und Ausbildungsgesellschaft mbH, Helmut Ziegner Berufsbildung gGmbH, FIZ Karlsruhe, Leibniz-Institut fürInformationsinfrastruktur ...

Interessierte wenden sich gerne an:

  • André Pollmann

    Lan­des­fach­be­reichs­lei­ter; Ge­werk­schafts­se­kre­tär für Mit­glie­der im Stu­den­ten­werk, in Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tun­gen und po­li­ti­schen Stif­tun­gen in Ber­lin

    (030) 88 66 - 53 04

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